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Whisky des Monats – der Craigellachie 13 Jahre

Kalter Wind pfeift um die Häuser, Schneeflocken wehen an die Fenster und drinnen machen wir Menschen es uns mit heißen Getränken gemütlich. Es ist Winter! Aber Winter ist noch lange kein Grund, auf einen guten Whisky zu verzichten. Es gibt herausragende goldene Brände, die echte Winter-Whiskys sind. Warme Gewürze, schöne Sherry-Noten wärmen die Seele. Bei dem ein oder anderen darf es auch ruhig ein bisschen Rauch, der an ein prasselndes Kaminfeuer erinnert, sein. Wir haben uns für den Monat Januar einen Speyside-Whisky herausgesucht, der mit herrlichem Malz, tiefen Holznoten und einer Würze begeistert, die gar nicht ganz so typisch für die Speyside ist. Wir stellen vor: der Craigellachie 13 Jahre.

Unser Whisky des Monats Januar 2022 - der Craigellachie 13 Jahre.

Craigellachie – Speyside Whiskys unter dem Radar

Dass der Whisky aus dem kleinen Örtchen Craigellachie in der schönen Speyside nicht ganz so bekannt ist, verwundert nicht. Viele Jahre lang produzierte die kleine Brennerei ausschließlich für Blended Whiskys. Gegründet wurde die Brennerei, die in naher Nachbarschaft zu Aberlour und Macallan liegt, im Jahr 1891 von Peter Mackie und Alexander Edward. Peter Mackie ist vielleicht einigen auch als damaliger Besitzer von Lagavulin und White Horse, der noch heute Craigellachie-Whisky enthält, bekannt. Danach folgten noch einige Besitzerwechsel und 1991 auch die Einstellung der eigenen Lagerung und Fassabfüllung.

Zur großen Freude aller Fans des schottischen Single Malts, kann man aber seit einigen Jahren auch Single Malt von Craigellachie genießen. Mit dem Besitzerwechsel zu Bacardi im Jahr 1998, als auch andere Destillerien wie Aberfeldy, Royal Brackla, Macduff oder Aultmore zu Dewars kamen, besann man sich auf die eigenen Qualitäten. Seitdem gibt es mehrere richtig gute Abfüllungen aus der Craigellachie-Brennerei, darunter auch einen 31-jährige Single Malt. Übrigens setzt Craigellachie auf ungerade Altersangaben. Mit 13, 17, 19, 23 und 31 Jahren setzt die kleine unscheinbare Brennerei immer noch einen auf die Standardlagerungen drauf. Und das schmeckt man!

Wie schmeckt der Craigellachie 13 Jahre?

Der Hausstil der Destillerie Craigellachie in dem gleichnamigen kleinen Dorf ist süß und malzig, Die Single Malts bestechen durch fruchtige und nussige Noten. Manchmal mischt sich ein klein wenig Rauch darunter. Mit dem Alter nehmen die fruchtigen Aromen und die Komplexität in einem Craigellachie Single Malt zu. Ölig, weich und warm sind alle Abfüllungen der Brennerei. Typisch sind auch leichte Schwefelnoten, die aber sehr dezent und nicht störend sind. Ganz im Gegenteil wird der Whisky aus Craigellachie sehr fleischig und etwas schwerer. Das liegt vor allem an den Worm Tubs aus Kupfer, mit denen Craigellachie als eine der wenigen Brennereien noch arbeitet. Durch dieses traditionelle Kühlungssystem werden die Whiskys schwerer, aber auch aromatischer.

13 Jahre reift dieser Single Malt ausschließlich in Ex-Bourbon-Fässern. Auf Nachreifungen in speziellen anderen Fässern verzichtet die Brennerei. Das hat dieser Single Malt auch gar nicht nötig. Der 13-jährige ist der Einstieg in eine Reihe großartiger Single Malts mit dem besten, was die Speyside zu bieten hat. Probieren wir ihn doch einmal!

Craigellachie 13 Jahre - Farbe und Schlierenbildung.

– Auge –

Dem Auge präsentiert sich der Craigellachie 13 Jahre in einem schönen Bernsteinton. Der Single Malt ist nicht kühlgefiltert und auch nicht gefärbt.

– Nase –

Die Nase erlebt mit dem 13-jährigen Craigellachie etwas Besonderes. Ein Geruch nach Heu, Holz und ein bisschen Pfeffer breitet sich aus. Ein klein wenig Torf und geröstete Haselnüsse mischen sich dazu. Das Holzfass kommt stark zum Vorschein, dazwischen blitzt ein wenig Zitrone. Frucht und florale Noten, die man bei vielen Speyside-Whiskys vordergründig wahrnimmt, fehlen fast vollkommen. Trocken und sehr klassisch präsentiert sich der Craigellachie 13 Jahre.

– Gaumen –

Der erste Schluck verwöhnt den Gaumen dann mit kräftigem, süßem Malz und Vanille. Viele Röstaromen, Haselnüsse, Gewürze wie Zimt, Nelke und Pfeffer kommen hinzu. Der trocken-staubige Eindruck wird abgelöst von Mandarine, Grapefruit, Karamell, Sahne, malziger Süße, Vanille und leichte Zartbitterschokolade füllen den Mund cremig und ölig aus. Wuchtig, schwer, trocken und vollmundig macht der 13-jährige Craigellachie richtig viel Spaß im Glas.

– Abgang –

Lang hallen die Aromen dieses Single Malts nach. Leichte Schärfe, feine Zitrusfrucht und die schwere Würzigkeit bleiben nach lange in Erinnerung.

Für wen ist der Craigellachie der perfekte Whisky?

Ein Dram des Craigellachie 13 Jahre zum neuen Jahr.

Der Craigellachie 13 Jahre ist ein besonderer Single Malt, den alle probieren sollten, die sich schon zu einem großen Teil durch die Bandbreite Schottlands verkostet haben. Liebhaber weicher, zart-floraler, süßer Speyside-Whiskys werden mit diesem Single Malt eine Überraschung erleben. Mit Wucht, Kraft und Volumen zeigt er eine ganz andere Seite der berühmten Whiskyregion. Das ist genau der richtige Whisky, den auch Fans der rauchig-süßen Islay-Whiskys unbedingt einmal probieren sollten. Er ist keine Torfbombe, aber eine Geschmacksbombe. Die rustikale scharfe Würze und die elegante Trockenheit lassen auch den überzeugtesten Coal Ila- Fan zu einem zweiten Glas Craigellachie greifen.

Wie und wann genießt man den Craigellachie 13 Jahre am besten?

Der 13-Jährige von Craigellachie ist ein typischer Winterwhisky. Mit seinem Volumen und seiner Kraft bringt er trockene Wärme, Gewürze, süßes Malz und fruchtige Zitrusnoten ins Glas. An einem kalten Winterabend, nach einer Schneewanderung oder langen Tag im Büro ist er der perfekte Begleiter für ein paar gemütliche Stunden mit Freunden.

Der Craigellachie 13 Jahre entfaltet seine Power am besten bei Zimmertemperatur. Der Single Malt gehört in ein Nosing-Glas oder ein Glencairn-Glas. Tumbler mit Eiswürfeln oder Whisky-Steinen können getrost im Schrank bleiben, denn das quittiert der Craigellachie mit einem enormen Geschmacksverlust.

Die 46 Volumenprozent des Craigellachie vertragen gut ein paar Tropfen mineralarmes Wasser. Schon beim Nosing spürt man dann, wie der Single Malt weicher und cremiger wird. Auch am Gaumen nimmt der mit wenig Wasser verdünnte Whisky eine herrliche Entwicklung, wird etwas milder, die vielen Facetten bekommen einen harmonischeren Touch.

Übrigens eignet sich dieser kräftige Speyside-Whisky für viele Whisky-Cocktails. Vor allem die Klassiker Old Fashioned, Whisky Sour oder der Rob Roy schmecken mit dieser Geschmacksbombe einfach fantastisch.

Slàinte mhath!

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