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Whisky des Monats – der Springbank Cask Strenght 12 Jahre

Im Dezember sind meist schon die ersten Schneeflocken gefallen. In vielen Gegenden glitzern die Berge weiß im Licht. Der Winter hat Einzug gehalten und die besinnliche Adventszeit kündigt das Weihnachtsfest an. Es ist die perfekte Zeit, um es sich mit einem schönen Glas Whisky gemütlich zu machen und auf das zurückliegende Jahr zu schauen. Im Winter gönnen sich viele Liebhaber des goldenen Wassers des Lebens kräftigere Tropfen mit einem vollen Körper, komplexen Aromen, schönen wärmenden Sherry-Noten und gern auch einer kräftigeren Spur Rauch. Winter-Whiskys dürfen gern auch einmal in Fassstärke daherkommen, denn in der rauen Jahreszeit sind die hochprozentigen Cask Strength-Abfüllungen genau das Richtige. So kommt auch unser Whisky des Monats Dezember in Fassstärke ins Glas. Wir stellen vor – den Springbank Cask Strength 12 Jahre.

Unser Whisky des Monats Dezember 2021 - der Springbank 10 Jahre.

Die Brennerei Springbank

In der Brennerei Springbank wird noch alles von Hand gemacht. Hier entsteht natürlicher schottischer Whisky, der nicht kühlgefiltert und mit viel Liebe und Geduld in die Fässer und dann in die Flaschen kommt. Springbank kauft auch kein Malz für die Whisky-Herstellung ein, sondern mälzt die eingekauften Gerstenkörner noch selbst. Die Brennerei Springbank ist neben Glengyle und Glen Scotia eine von drei verbliebenen Whisky-Destillerien in Campbeltown. Um 1900 herum waren es noch 30 Brennereien, die sich in der Stadt angesiedelt hatten. Doch auch wenn die Zahl der Destillerien stark abgenommen hat, gilt Campbeltown noch immer als eigene Whisky-Region in Schottland. Das hat die Stadt auch der Familie Mitchell, den Eigentümern der im Jahr 1828 gegründeten Springbank-Brennerei zu verdanken. Sie eröffneten im Jahr 2004 die Glengyle-Destillerie (Kilkerran), wodurch Campbeltown seinen Status als Whisky-Region behielt.

Die Destille Springbank findet man in der Longrow Street des idyllischen Städtchens auf der schottischen Halbinsel Kintyre. So heißt übrigens auch die stark-rauchige Whisky-Marke, die hier ebenfalls abgefüllt wird. Eine weitere Marke der Brennerei, die noch heute im Familienbesitz der gründenden Mitchells ist, nennt sich Hazelburn. Der weiche Name passt ganz wunderbar zu dem sanften Malt Whisky, der als Hazelburn in die Gläser der Whisky-Liebhaber kommt. Der Springbank-Whisky liegt mit seiner leichten Rauchigkeit, aber starken würzigen und fruchtigen Noten genau in der Mitte.

Wie schmeckt der Springbank Cask Strength 12 Jahre?

Der 12-jährige Springbank Cask Strength ist von Grund auf in Handarbeit destilliert. Die Gerste wird auf dem eigenen Tennenboden gemälzt, das Torf für den leichten, gekonnt eingesetzten Rauch stammt aus dem nahegelegenen Machrihanish-Moor. Da es recht nah am Meer liegt, dürfte es ähnliche Aromen wie die Torfmoore auf Islay oder Orkney in sich tragen. Nach der zweifachen Destillation kommt der Nachlauf der ersten Destillation noch einmal in die Anlage. Man spricht hier auch von einer 2,5-fachen Destillation, die sehr selten ist.

Da Springbank nicht nur auf Handarbeit, sondern auch auf Zeit setzt, dauert die Fermentation besonders lang. 110 Stunden gibt man hier den Hefezellen Zeit, Zucker und andere Moleküle in der Maische in wichtige Verbindungen umzuwandeln, die das spätere Aroma des Whiskys ausmachen. Durch diese lange Fermentation wird der Springbank-Whisky besonders aromatisch, rund, voll und bekommt einen intensiven Körper, noch ehe er überhaupt in die Fässer kommt. Das spürt man auch beim Springbank Cask Strength 12 Jahre deutlich. Also verkosten wir ihn doch einfach einmal.

Springbank 10 Jahre - Farbe und Schlierenbildung.

– Auge –

Der Springbank Cask Strength 12 CS präsentiert sich dem Auge in einem satten, recht hellen Gold. Wie schon erwähnt, entsteht diese schöne Farbe ausschließlich auf natürliche Weise. Keine Farbstoffe helfen hier nach, um einen tieferen Bronze- oder Bernsteinton zu erlangen. das braucht der 12-Jährige auch nicht, denn seine lange Reifezeit in verschiedenen Fasstypen sieht man ihm auch so an. Zudem präsentiert sich der Springbank in Fassstärke. Dies kann man bei eichten Schwenken des Glases an den schön öligen Schlieren am Glasrand erkennen. Der Alkoholgehalt variiert von Jahr zu Jahr. Das liegt vor allem daran, dass die Master Distiller bei Springbank mit dem Verhältnis der Ex-Bourbon-, Sherry-, Burgunder- und Portwein-Fässern immer wieder ein bisschen experimentieren. Die neueste Abfüllung des Jahres 2020 hat satte 56,1 Volumenprozent in der Flasche.

– Nase –

Für eine Fassstärkenabfüllung präsentiert sich der 12-jährige Springbank-Whisky verhalten in der Nase. Es steigt zuerst eine leichte Orangen-Note in die Nase, gefolgt von einem schönen Karamell. Von der Rauchigkeit merkt man zunächst nichts. Die leichten Nuancen, die in der Nase spürbar sind, haben aber sogleich eine interessante Prägung, die nicht an die typischen Raucharomen mit Schwefel und Schinken erinnern, dafür aber ein leichte Meeresbrise mitbringen. Man spürt schon beim Riechen die angenehme Malz-Note, die der Springbank in sich trägt. Rosinen, leichte Gewürze und der Eindruck von frisch gebackenen Keksen machen Lust auf mehr.

– Gaumen –

Gleich beim ersten kleinen Schluck kommt der ölige und vollmundige Geschmack eines typischen Springbank-Whiskys in voller Wucht. Salziges Karamell, gebutterte Kekse und etwas kandierter Ingwer lassen die Zunge tanzen. Hinzu gesellen sich feine Fruchtaromen von Rosinen, Pfirsichen und getrockneten Aprikosen, die sich mit feinen Kräutern wie Majoran, etwas Pfeffer und der typischen leichten Sherry-Note mischen. Das cremige Gefühl im Mund lässt die mineralischen Noten, das leicht Erdige und Holzige des Single Malts in den komplexen Aromen-Spiel aufgehen.

– Abgang –

Der Springbank Cask Strength 12 Jahre verabschiedet sich mit einer gut ausbalancierten Rauchnote und holzigen Aromen. So bleibt ein leichtes Trockenheitsgefühl auf der Zunge, welches aber in keiner Weise unangenehm ist. Die Weichheit des Single Malts, die schönen Orangennote und der Sherry-Eindruck fangen den etwas trockenen Abgang hervorragend auf. So macht Whisky Spaß, denn man hat sofort Lust auf einen zweiten Schluck oder auch ein zweites Glas dieses einzigartigen Whiskys. 

Für wen ist der Springbank Cask Strength 12 Jahre zu empfehlen?

Ein Dram des Springbank 10 Jahre zum Jahreswechsel.

Der 12-jährige Springbank in Fassstärke ist ein perfekter Whisky für Einsteiger in die Welt der leicht rauchigen Whiskys. Das feine Torf-Aroma, mit dem die Gerste durch das sechsstündige Darren mit dem regionalen Moortorf aufnimmt, ist nicht aufdringlich, aber spürbar. In Kombination mit der schweren Öligkeit, den herrlichen Früchten und der tiefen Süße ist der Springbank ein echter Geheimtipp. Ein bisschen Whisky-Erfahrung braucht er dennoch, um mit den komplexen Aromen umgehen zu können. Blutige Anfänger im Whisky-Trinken könnte die Vielfalt und teilweise Ambivalenz der süßen, rauchigen und maritimen, sehr würzigen Aromen eventuell etwas überfordern. 

Aber auch für Kenner der Whisky-Welt entpuppt sich der Springbank Cask Strength 12 Jahre als Gaumenfreude. Nicht verdünnt genossen, lässt die Fassstärke den geübten Gaumen auf eine turbulente Entdeckungsreise gehen. Für seine 12 Jahre ist der Single Malt einzigartig komplex und tiefgehend. Man kann vermuten, dass sich da vielleicht doch noch das ein oder andere Fass versteckt, welches mehr Jahre auf dem Buckel hat. Wer den 12-Jährigen liebt, aber noch nicht ganz rund empfindet, der sollte übrigens unbedingt den 15-jährigen und den 18-jährigen Springbank probieren. 

Wie trinkt man den Springbank Cask Strength 12 Jahre am besten?

Den Springbank Cask Strength 12 Jahre trinkt man am besten an einem schönen Abend. Vielleicht mit einem guten Freund oder einer guten Freundin während eines interessanten Gespräches. Bei Zimmertemperatur genossen, entfalten sich die feinen Aromen in einem Nosing-Glas oder einem Glencairn-Glas optimal.

Um noch mehr von den fruchtigen und vor allem den Rauch-Aromen heraus zu kitzeln, sollte man den Single Malt etwas mit Wasser verdünnen. Einige Tropfen mineralarmen Wassers, wodurch der Alkoholgehalt auf etwa 50 Prozent gesenkt wird, zaubern noch mehr feine Nuancen an den Gaumen. Sie werden bemerken, dass der Springbank Cask Strength 12 Jahre dadurch noch samtiger, runder und nicht mehr ganz so unruhig und wild wird. Probieren Sie es aus! 

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