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Whisky des Monats – Speyburn 10 Jahre

Alles neu macht der Mai! Es sprießen die Blüten, die Erdbeer- und Spargelsaison erfreut die Genießer und endlich beginnt auch wieder die Grillsaison. Im Mai ist die Zeit des langen Winters und die Eskapaden des frühen Frühlings vorbei. Die Natur ist erwacht, die Sonne ist an manchen Tagen schon so stark, dass wir den Sommer schon spüren können. Es ist die Zeit der Leichtigkeit des Seins und auch Zeit für einen leichten Whisky, der entspannte Abende auf der Terrasse oder den Balkon begleitet. Im Wonnemonat Mai dürfen die intensiven würzigen Single Malts im Barschrank bleiben und frischen, fruchtigen Bränden Platz machen. Wir stellen vor: den Speyburn 10 Jahre.

Unser Whisky des Monats Mai 2021: der Speyburn 10 Jahre.
Unser Whisky des Monats Mai 2021: der Speyburn 10 Jahre.

In ärgster Kälte entstand das erste Fass Speyburn Whisky

Etwas außerhalb des Örtchen Rothes, idyllisch und malerisch eingebettet in eine wunderschöne Landschaft in den schottischen Highlands in der Region Speyside liegt die Brennerei Speyburn. 1897 wurde sie in diesem engen Tal, durch welches der Granty Burn fließt, westlich des Flusses Spey, der ebenfalls zum Namen beitrug, erbaut. John Hopkins hätte sich Zeit lassen können, um den ersten Whisky zu brennen und das erste Fass abzufüllen. Aber er begann mit seinen Mitarbeitern schon vor der Fertigstellung der Gebäude mit der Produktion. Das hatte einen Grund. Der erste Whisky sollte zum Jubiläum von Queen Victoria fertig sein. So arbeiteten die Brenner in warmer Winterkleidung, weil die Destille noch nicht einmal Fenster und Türen hatte, um dieses Ziel zu erreichen. Genau in diesem Winter fegte auch noch ein übler Schneesturm durch das Tal, aber die Mitarbeiter schafften es. Das legendäre Fass wurde fertig und die Brennerei Speyburn ging noch vor ihrer Fertigstellung in die Geschichte des schottischen Whiskys ein.

Bis ins Jahr 1950 zogen noch Pferdekarren die Fässer, Kohle und die Gerste in die malerischen Gebäude. Erst 1962 wechselte man auf Dampf, und der Traktor, der die Karren ersetzte, musste keine Kohle mehr anliefern. Noch heute wird die Gerste aus den umliegenden Farmen in die Brennerei geliefert und erst hier gemahlen, eingemaischt und fermentiert. Bei Speyburn setzt man auf traditionelle Methoden, verzichtet aber auch nicht auf ein wenig technischen Fortschritt.

Wie schmeckt der Speyburn 10 Jahre?

Die Liebe zum Whisky, die ausgewählten Rohstoffe und das weiche Wasser des Granty Burn sind im Speyburn Single Malt deutlich herauszuschmecken. Sanft, süß und fruchtig-leicht bewahrt er bis heute die Tradition der Speyside-Whiskys ohne altbacken zu wirken. Der Zehnjährige aus dem Hause Speyburn ist ein solider Single Malt mit Altersangabe, der einen ausgewogenen, malzigen Geschmack mit einem ehrlichen Preis kombiniert. Doch probieren wir den Speyburn 10 Jahre doch einfach einmal.

Der Speyburn 10 Jahre - Farbe und Schlierenbildung.
Der Speyburn 10 Jahre – Farbe und Schlierenbildung.

– Auge –

Der Speyburn 10 Jahre präsentiert sich in einer Flasche mit zeitlosem Design, hoch, schlank und in solider Schlichtheit. Er reift in amerikanischen Ex-Bourbon- und spanischen Ex-Sherry-Fässern. Die Farbe erinnert an satten Bernstein, was aber durch Zuckercouleur erreicht wird. Der Whisky ist kühlgefiltert, was aber bei dem Preis-Leistungsverhältnis absolut nichts Schlimmes bedeutet.

– Nase –

Zehn Jahre ist ein solides Alter für einen Single Malt Whisky, sodass wir in der Nase auch genau das bemerken, was man vermuten kann. Malz, viel Getreide und ein süßer Duft steigen in die Riechrezeptoren. Im Hintergrund kommen auch die fruchtigen Aromen von frischen und reifen Äpfeln und Birnen zum Tragen. Insgesamt überwiegt die wunderbare Süße von Malz. Der Speyburn wirkt ausbalanciert, süffig und sehr gefällig. Kein scharfer Alkohol strömt in die Nase, was bei 40 Volumenprozent auch nicht verwundert. Feine Nasen können eine leichte Rosinennote wahrnehmen, die von den Sherry-Fässern herrühren dürfte.

– Gaumen –

Die fantastische malzige Süße setzt sich am Gaumen fort. Es verbreiten sich die leichten fruchtigen Noten des Apfels und der Birne, die sich harmonisch mit einer frischen Zitrusnote mischen. Hinzu gesellt sich ein langer, intensiver Eindruck von Butterscotch und Karamell. Etwas später macht sich ein Anflug von Eiche im Mund breit, der aber nicht besonders auffällig ist. Dennoch besticht der recht junge Speyburn dann auch mit schönen würzigen Noten, Vanille, leichte Haselnuss und ein sanfter Schimmer von Rosinen machen den Speyburn etwas trockener, aber ganz und gar nicht bitter.

– Abgang –

Der Abgang wirkt etwas trockener, der Honig hält sich im Hintergrund und lässt Platz für die würzigen Noten dieses leichten, aber doch intensiven Malts. Nicht hoch komplex wie ein älterer Single Malt, aber doch mit einem starken Charakter, den mancher bei 10 Jahren im Fass nicht so erwartet. Der süffige Genuss verabschiedet sich mittellang auf der Zunge und macht Lust auf mehr.

Zu wem passt der Speyburn 10 Jahre?

Ein Dram des 10-jährigen Speyburn im Nosing Glass.
Ein Dram des 10-jährigen Speyburn im Nosing Glass.

Mild-fruchtig, süß und malzig – das ist der Speyburn 10 Jahre. Er lädt Kenner wie Einsteiger zum Genuss ein. In diesem Single Malt ist alles enthalten, was ein Whisky braucht. Er ist nicht rauchig, was vor allem Einsteiger in die Whisky-Welt begeistern wird. Der All-Day-Whisky ist ein wunderbarer Tropfen für warme Tage, an denen man gemütlich im Garten sitzt. In einer geselligen Runde mit Freunden, der Familie und Bekannten macht er eine gute Figur. Der Zehnjährige aus der Speyburn-Brennerei darf ruhig auch einmal als Bestandteil eines Whisky-Longdrinks herhalten und macht so jede Sommerparty zu einem unvergesslichen Erlebnis. Wer Whisky-Neulingen ein Geschenk machen will, ist mit dem angenehmen Speyburn auf der sicheren Seite.

Wie trinkt man den Speyburn 10 Jahre am besten?

Der Speyburn 10 Jahre schmeckt einfach pur genossen am besten. Ganz ohne Eis bei einer Temperatur von circa 18 Grad, es geht sogar ein bisschen kühler, entwickeln sich seine süßen, malzigen und fruchtigen Aromen optimal. Ein paar Tropfen Wasser zur besseren Aufspaltung der Aromen benötigt dieser Single Malt nicht. Er ist von Haus aus nicht so stark abgefüllt, weich und sanft auf der Zunge.

Nosing-Gläser mit feinem Stiel müssen nicht unbedingt sein, ein Glencairn-Glas genügt auch. Aber das hohe schlanke tulpenförmige Glas macht das Trinken bewusster und dem günstigen, aber unglaublich vorzeigbaren Single Malt alle Ehre.

Der Speyburn ist ein hervorragender Aperitif vor einem schönen Abendessen, bereitet aber auch auf einen Abend mit lecker gegrilltem Fleisch und Gemüse unglaublich gut vor. Das Beste ist, dass er auch nach dem Essen noch für einige gesellige Stunden sorgt. Pur, mit ein wenig Eis oder auch als Longdrink oder Whisky-Cocktail bezirzt der süße süffige Schotte mit seiner Kraft und Harmonie.

Da bleibt uns nur noch zu sagen: Probieren Sie den 10-jährigen Speyvurn einmal aus. Slàinte Mhath! (So sagt man Prost auf Schottisch)

Speyburn 10 Jahre

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