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Whisky des Monats – der Bowmore 18 Jahre

Der Januar bringt uns den Winter. Es wird so richtig kalt und in vielen Gegenden hüllt eine dichte Schneedecke die Natur in eine wunderbare Stille. Der Winter ist die Zeit, in der wir es uns drinnen gemütlich machen und uns am Ofen, an der Heizung oder einem knisternden Feuer im Kamin laben. Es ist auch die Zeit, in der der Whisky, den wir am Abend mit Freunden genießen, etwas rauer und rauchiger werden darf. Vor allem die schottischen torfigen Whiskys haben jetzt Hochsaison. Aber dabei dürfen Sie auch gern eine wohlige Wärme von Früchten, Honig und Gebackenem verbreiten. Genau das hat unser Whisky des Monats Januar. Wir stellen vor – den Bowmore 18 Jahre.

Unser Whisky des Monats Januar 2021 - der Bowmore 18 Jahre.
Unser Whisky des Monats Januar 2021 – der Bowmore 18 Jahre.

Die Bowmore-Brennerei

Die Brennerei Bowmore ist eine der ältesten auf der rauen, aber unglaublich schönen Insel Islay in Schottland. David Simson gründete sie im Jahr 1779 und erwarb als erster auf Islay die Lizenz zum Brennen von Whisky. Auch die Bowmore Brennerei erlebte in den Jahren ihrer Existenz einige Besitzerwechsel. Bemerkenswert ist, dass auch eine Frau, nämlich die Gattin von David Simson die Brennerei ab dem Jahr 1837 führte.

Der Brennerei sieht man ihr Alter und die vielen Erweiterungen an. Vor allem die Lagerhäuser sind beeindruckend. Alt, etwas verfallen anmutend, liegen sie unter dem Meeresspiegel. Das führt dazu, dass die Fässer oftmals von salzigem Meerwasser umspült werden, was dem Whisky aus Bowmore die besondere Salznote zusätzlich zum Meereslufteinfluss verleiht.

Heute ist die Brennerei im Besitz des Konzerns Beam Suntory. Bowmore Whisky zählt zwar zu den rauchigen und maritimen Whiskys aus Islay, aber er wird in spanischen Sherry-Fässern gelagert. Das gibt dem feinen Brand eine schöne Süße und Fruchtigkeit. Gemeinsam mit den salzigen Noten der Küste und dem typischen Torfrauch des Gestenmalz, welches noch in der eigenen Mälzerei verarbeitet wird, und des torfführenden Flusses Laggan verbinden sich diese Aromen zu einem wahren Genuss. Vor allem mit älteren Abfüllungen wie dem Bowmore 18 Jahre kann man diese herausragende Komposition ganz besonders genießen.

Wie schmeckt der Bowmore 18 Jahre?

Der 18-Jährige ersetzt als Standardabfüllung den 17-jährigen Single Malt Whisky aus der Brennerei Bowmore. Er ist eine der ältesten Bowmore-Abfüllungen, die man dauerhaft kaufen kann. Im Gegensatz zu den etwas jüngeren Abfüllungen wie dem 12-Jährigen oder auch dem 15-Jährigen merkt man dem 18-jährigen Bowmore seine Reifezeit an. Die süßen Aromen und die maritim-rauchigen Noten verbinden sich eleganter und machen diesen Single Malt von der Insel Islay zu einem ausgewogenen Erlebnis im Glas. Verkosten wir ihn doch einfach einmal.

Bowmore 18 Jahre - Farbe und Schlierenbildung.
Bowmore 18 Jahre – Farbe und Schlierenbildung.

– Auge –

Ins Auge sticht bei dem Single Malt sofort die tiefe dunkle kupferne Farbe. Das ist bei einem 18-Jährigen nicht ungewöhnlich, aber dennoch hat die Brennerei hier etwas mit Farbstoffen nachgeholfen. Allerdings fügte man diese deutlich bedachter hinzu als beispielsweise beim Bowmore 15 Jahre, den man auch The Darkest nennt. Den Geschmack verändert diese Zugabe von Zuckercouleur prinzipiell nicht, und man kann bei einem Alter von 18 Jahren und der Lagerung in Oloroso-Sherry-Fässern auch gern auf die natürliche Färbung setzen. Abgefüllt wird der Bowmore 18 Jahre mit 43 Volumenprozent, was einer angenehmen Trinkstärke entspricht.

– Nase –

In die Nase steigen beim 18-jährigen Bowmore sogleich typische Eichenaromen, die deutlich ausgeprägter sind als bei den jüngeren Brüdern. Er reicht torfig und rauchig, nach feuchtem Gras und auch einige Kräuter blitzen hindurch. Man kann nur wenig Sherry und einen klitzekleinen Anflug von Schokolade wahrnehmen. Insgesamt riecht er frisch nach Zitrusfrüchten, aber lässt noch kaum Komplexität und tiefe Körperlichkeit, die man bei einem so alten Whisky erwartet, erahnen.

– Gaumen –

Was man in der Nase noch nicht so spürt, kommt im Gaumen kraftvoll und würzig zur Geltung. Eine schöne Süße verbreitet sich im Mund und die fruchtigen tropischen Früchte rücken in den Hintergrund. Schokolade und Madeleines, cremiger Vanillepudding und Rosinen verbreiten ein warmes und weiches Gefühl. Hinzu kommt ein feiner Torfrauch, der nicht aufdringlich in den Vordergrund rückt, sondern sich ebenfalls sehr weich in die Komposition einfügt.

Der Bowmore 18 Jahre zeigt deutlich die Würze und Trockenheit des Sherrys, was durch einen Hauch von Leder und Tabak merkbar ist. Das Salz des Meeres ist bei dieser Abfüllung kaum spürbar, eher ganz tief in der Sinfonie der Aromen vergraben unterstützend wirkend.

– Abgang –

Der Abgang ist eher mittellang, dafür aber sehr trocken und mit deutlichen Holznoten. Im Mund verbleibt eine feine Süße von Karamell, die durch einen sanften Rauch konterkariert wird. Angenehm und wieder erstaunlich weich verabschiedet sich der Bowmore 18 Jahre.

Für wen ist der Bowmore 18 Jahre besonders zu empfehlen?

Ein Dram des Bowmore 18 Jahre zum Jahreswechsel.
Ein Dram des Bowmore 18 Jahre zum Jahreswechsel.

Denkt man an die Insel Islay, kommen einem sofort stark rauchige, trockene und maritime Whiskys in den Sinn. Doch der Bowmore ist nicht nur für hartgesottene Torf-Fans ein echter Genuss. Durch das perfekte Zusammenspiel von Süße, Trockenheit und Rauch wird er auch für Einsteiger in die rauchigen Whiskys interessant. Er kratzt nicht, der Alkohol ist kaum spürbar, was ihn auch für die Liebhaber eher süßer Whiskys wie den Single Malts aus der Speyside interessant macht. Wem ein Lagavulin oder ein Ardbeg zu rauchig ist, der wird mit dem Bowmore 18 Jahre sehr glücklich werden.

Wie genießt man den Bowmore 18 Jahre am besten?

Der 18-jährige Bowmore ist ein Whisky für eine gesellige Runde. Durch seine Weichheit und den feinen Torfrauch ist er angenehm süffig. Am besten genießt man ihn bei Zimmertemperatur in einem Glencairn- oder Nosing-Glas, sodass sich die Aromen besser entfalten können. Für einen Tumbler ist der Single Malt wirklich zu schade. In einer gemütlichen Runde mit Freunden bei langen Gesprächen trinkt sich der Bowmore 18 Jahre am besten. Er wird nämlich, je länger er im Glas ist oder in der Hand gehalten noch leicht erwärmt wird, immer besser. Er wird tiefer, vielschichtiger und voluminöser. Geben Sie dem Whisky ungefähr 15 Minuten Zeit, seine Kraft zu entwickeln. Sie werden den Unterschied zum ersten frisch eingeschenkten Schluck deutlich merken.

Pfeifenraucher und Zigarrenraucher werden an diesem Single Malt aus der Brennerei Bowmore ihre Freude haben, denn das Aroma der Pfeife oder der Zigarre harmoniert hervorragend mit den komplexen Noten des Bowmore 18 Jahre.

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