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Whisky des Monats – der Johnnie Walker Blonde

Unbarmherzig brennt die Sonne auf die Erde herab. Nur wenige Wolken sind am Himmel zu sehen. In den Gärten rauchen die Grills und die Rasensprenger stehen niemals still. Die Schulferien werden eingeläutet, die Urlaubssaison hat begonnen, Es ist Juli, ein Monat, der oft heiß und trocken daherkommt, in dem wir die Natur genießen, der Meeresbrandung lauschen oder im Camping-Urlaub schwitzen. Dennoch darf auch im Sommer eines nicht fehlen: der Whisky! Leicht soll er sein, sich vielleicht mit etwas Eis vertragen, oder gar eine gute Grundlage für einen herrlich erfrischenden Whisky-Cocktail oder Longdrink sein. So wie unser Whisky des Monats Juli. Wir stellen vor: den Johnnie Walker Blonde.

Unser Whisky des Monats Juli 2021: der Johnnie Blonde.
Unser Whisky des Monats Juli 2021: der Johnnie Blonde.

Vom Walker’s Kilmarnock Whisky zum Johnnie Walker

Seit nun fast einhundert Jahren gilt der Johnnie Walker als DER Scotch Whisky schlechthin. Bekannt geworden durch die Farb-Labels und das berühmte Spiel Moorhuhn hat er sich einen stetigen Platz in den Regalen der Supermärkte und hinter den Bars der Welt gesichert. Dabei waren es erst die Enkel des Gründers, die die Marke Johnnie Walker ins Leben riefen.

Bei der Gründung des Unternehmens im Jahr 1820 als Spezialitätengeschäft für Tee, Tabak, Wein und Spirituosen spielte der Whisky noch eine untergeordnete Rolle. John Walker, bekannt als Johnnie, vertrieb hier einen Scotch Whisky unter der Marke Kilmarnok. Erst sein Sohn Alexander begann selbst Whisky zu brennen. und brachte den Walker’s Old Highland zusätzlich zum abgekauften Blend auf den Markt. 1984 kaufte das Unternehmen dann die Cardhu-Brennerei in der Nähe von Archietown. Die Whiskys aus dieser Destillerie sind noch heute in den Blends von Johnnie Walker zu finden.

Wie schmeckt der Johnnie Walker Blonde?

Das neueste Baby von Johnnie Walker neben den bekannten Farben-Labels ist nun der Johnnie Blonde. Da fehlt doch das Walker, welches doch an den Vater des Whiskys erinnern soll! Ja, das ist eine bewusste Entscheidung, denn der Johnnie (Walker) Blonde ist ein ganz besonderer Whisky, an dem Master Blender George Harper jahrelang gearbeitet hat. Selbstbewusst verkündet der Mix aus fruchtigen Single Malts und Grain Whisky: Nennt mich Johnnie, Mr. Walker ist mein Dad. So wird auch schnell klar, dass der Johnnie Blonde eine deutlich jüngere Zielgruppe ansprechen möchte, die den Scotch nicht unbedingt pur, sondern als Longdrink und Cocktail genießt. Doch kosten wir ihn doch einfach einmal.

Der Johnnie Blonde - Farbe und Schlierenbildung.
Der Johnnie Blonde – Farbe und Schlierenbildung.

– Auge –

Auch wenn der Johnnie Blonde von Harper nicht zum pur trinken komponiert wurde, schauen wir ihn uns im Glas einmal an. Er präsentiert sich in einem sehr hellen Goldton, der in der Sonne funkelt. Der Blended Scotch ist aber gefärbt, sonst würde die intensive Farbe bei dem hohen Anteil an Grain Whisky auch nicht entstehen. Doch die Farbe ist bei diesem Whisky auch gar nicht so wichtig. Zumindest strahlt hier schon der Sommer aus dem Glas.

– Nase –

In der Nase zeigt sich der Johnnie Blonde sehr mild, frisch und mit einer intensiven Süße. Rosinen wehen um die Nase, Orangenschalen und Zitronen bringen die Frische. Hier merkt man schon deutlich den Weizen-Whisky, der als Grain Whisky in den blonden Johnnie kommt. Viel Karamell und Vanille von den amerikanischen Eichenfässern treten in den Vordergrund. Vom Alkohol, der mit 40 Volumenprozent enthalten ist, bemerkt die Nase nichts.

– Gaumen –

Hat man den ersten Schluck im Mund, kommt der Johnnie Walker Blonde sehr weich, gefällig und rund daher. Die fruchtigen und süßen Aromen stehen klar im Vordergrund, was hier aber natürlich auch gewollt ist. Honig, Vanille, Karamell spielen mit den fruchtigen Noten der Orangen und Zitronen. Mild und gar nicht so süß, wie man es vielleicht erwartet gleitet der Blend über die Geschmacksknospen. Am Ende kommen noch ein paar wenige Gewürze wie Zimt und Muskat hervor.

– Abgang –

Der Abgang ist kurz, extrem kurz. Die Vanille, die die ganze Zeit über sehr dominant ist, bleibt noch einige Sekunden. Aber insgesamt ist der Scotch schnell wieder weg.

Für wen ist Johnnie Walker Blonde der richtige Whisky?

Der Johnnie Blonde im Tumbler.
Der Johnnie Blonde im Tumbler.

Der Johnnie Walker Blonde ist der perfekte Whisky für eine junge Zielgruppe, die Whisky noch gar nicht auf dem Schirm hat, oder der die Single Malts zu komplex und zu vielschichtig sind. Der Johnnie Blonde ist auch nicht für lange Abende mit Zigarre und gepflegten Gesprächen unter älteren Herren gedacht, sondern für Longdrinks und Cocktails kreiert worden. Und genau hier hat er auch seine Stärken.

Wie genießt man den Johnnie Walker Blonde am besten?

Wie schon erwähnt, ist der Johnnie Blonde nicht für den puren Genuss gemacht. Nur wenig Aromen, die sonst typisch sind für einen schottischen Single Malt finden sich hier wieder. Er kommt eher wie ein Bourbon daher, aber nicht so süß und kräftig. Ein wenig Tiefgang eines Single Malts hat er aber dennoch. Ein gelungener Blend, der mit Eis genossen, keine Aromen verliert.

Johnnie Walker in Person von George Harper selbst empfiehlt den Blonde mit einer Zitronen-Limonade z genießen. Mit etwas Eis und Orangenscheiben wird dies ein Highball, der sich sehen lassen kann. Fruchtig und mild wird dieses Paar zu einer perfekten Sommer-Erfrischung, die auch Einsteiger in die Whisky-Welt vollkommen überzeugt. Auch mit Orangenlimonade verliert sich der Johnnie ein bisschen, aber mit Cola wird die Vanille-Note auch wieder sehr stark und macht Whisky-Cola etwas anders und merklich besser als mit einem klassischen Bourbon. Wer sich scheut, seinen teuren schottischen Single Malt in einen Longdrink oder Whisky-Cocktail zu mixen, darf dies mit dem Johnnie Blonde auf jeden Fall tun.

Bleibt uns nur noch zum Wohl zu sagen und viel Freude beim Genuss dieses herrlichen Sommer-Whiskys zu wünschen.

Johnnie Walker Blonde

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