Skip to main content

Was ist eigentlich ein Master Blender?

In der Whisky-Welt stolpert man als Anfänger und Lernender häufig über Begriffe, bei denen man nicht genau weiß, was sie eigentlich bedeuten. Einer davon ist der Master Blender. Was macht ein Master Blender eigentlich? Wie wird man Master Blender und gibt es berühmte Namen, die man als Whisky-Liebhaber kenne sollte? Wir klären auf.

Was ist ein Master Blender.

Was ist eigentlich ein Master Blender?

Bei der Beantwortung der Frage, wie es dazu kommt, dass ein Johnny Walker oder ein Tullamore Dew immer gleich schmeckt, kommen die Master Blender ins Spiel. Sie sind die Meister (ja, zum Großteil sind es noch Herren) über die Whisky-Fässer in den Warehouses der Destillerien auf der ganzen Welt. Die Hauptaufgabe des Master Blenders besteht darin, aus verschiedenen Whiskys einen Blended Whisky oder Blended Malt Whisky zu kreieren, der die Gaumen der Genießer jedes Mal aufs Neue begeistert.

Neben dem Blenden, dem Verheiraten, des Whiskys, sind die Master Blender aber auch die Manager über die Fässer. Sie begutachten jedes Fass, entscheiden, ob ein Whisky abgefüllt wird, ob er noch reifen muss oder welcher Whisky ein Finish in einem besondere Fas bekommt.

Wie wird man Master Blender?

Master Blender fallen nicht vom Himmel. Um zu einem Master Blender in einer Destillerie oder einem großen Whisky-Unternehmen zu werden, muss man jede Menge Können, Erfahrung. eine gute Nase und Geschmack beweisen.

Ein wissenschaftlicher Hintergrund in den Fächern Chemie, Mikrobiologie oder ähnlichem kann hilfreich sein. Aber ein Studium ist nicht erforderlich, um ein Master Blender zu werden. Die meisten Master Blender wachsen mit ihren Aufgaben und gesammelten Erfahrungen mit den Jahren in diese Position in einer Brennerei hinein. Beginnend als auszubildende Distiller entwickeln sie nach und nach die Fähigkeiten, welche entscheidend für die Ausübung dieses Berufes sind.

Es gibt Brennereien und Konzerne, die zusätzlich auf Schulungen, Tests und Zertifikate setzen, ehe sie einen Master Blender auserwählen.

Berühmte Master Blender in der Geschichte des Whiskys

Master Blender, die ihr Handwerk richtig gut verstehen, sind äußerst begehrt. Daher verwundert es nicht, dass manche von ihnen in der Whisky-Szene sogar große Namen tragen. Allen voran natürlich der Erfinder des Blended Whiskys, Andrew Usher, der mit seinem Old Vatted Glenlivet den Grundstein für die Geschichte des Blended Whiskys legte.

Einer der bekanntesten Master Blender in der heutigen Zeit ist sicherlich Dr. Jim Beveridge. Er arbeitet gemeinsam mit seinem Team in Schottland an den berühmten Johnny Walker Whiskys.

Ein weiterer Master Blender ist Dr. Bill Lumsden, der vor allem für seine Experimentierfreudigkeit sehr bekannt ist. Lumsden arbeitet bei Ardbeg und Glenmorangie.

Dann hätten wir noch David Stewart, der Glenfiddich und Blavenie unter seiner Nase hat. Richard Paterson trägt den Spitznamen „The Nose“. Er ist für die Dalmore-Whiskys verantwortlich. Er hat seine Nase für 2,6 Millionen US-Dollar versichert.

Gibt es auch weibliche Master Blender?

Apropos Nase! Man sagt, dass Frauen wohl eine feinere Nase haben. Daher sollen sie sich so als Master Blender deutlich besser eignen als Männer. Nachdem es schon einige berühmte Frauen in der Whisky-Industrie geschafft haben, die Geschichte des Whiskys auch ein bisschen weiblich zu machen, sind die Frauen auch heute, vor allem als Distiller und Blender auf dem Vormarsch.

Rachel Barrie ist die erste Frau, die sich als Master Blender für Whisky bezeichnen durfte. Ihre feine Nase arbeitete zunächst für Morrison Bowmore Distillers in Schottland. Derzeit kreiert Barrie feine Whiskys aus Fässern der Brennereien GlenDronach, BenRiach und Glenglassaugh.

Aber Barrie ist nicht die einzige Frau, die feine Blended Whiskys zum Leben erweckt. Stephanie MacLeod arbeitet seit 2006 für Dewars, Helen Mulholland für Bushmills und Caroline Martin für den irischen Whisky von Roe & Co.


Ähnliche Beiträge